Diese kleinen, mürben Hörnchen mit Pflaumenmus oder Kirschkonfitüre gehören zu den Hausgebäcken, die buchstäblich innerhalb von Minuten vom Teller verschwinden. Zart-sandiger Teig, fruchtiges Inneres und eine Puderzuckerschicht, die sich angenehm auf den Fingern absetzt – ein unschlagbares Trio.
Das Prinzip dahinter ist simpel und erprobt: Mehl gibt die Struktur vor, eiskalte Butter sorgt für die typische Mürbe, Eigelbe und Sauerrahm verbinden alles, ohne den Teig zu beschweren, und die dickflüssige Konfitüre bleibt beim Backen zuverlässig an ihrem Platz.
Das Ergebnis ist ein ordentliches Blech voller Gebäck – ideal zum Teilen bei Tee oder Kaffee – mit einem schönen Kontrast zwischen dem goldenen, trockenen, knusprigen Rand und der kleinen Welle aus Fruchtfüllung im Inneren.
Zutaten (für ca. 30 Stück)
| Zutat | Menge |
| Weizenmehl | 500 g |
| Butter (eiskalt) | 250 g |
| Dickes Pflaumenmus oder Kirschkonfitüre | 200 g |
| Sauerrahm 18 % | 100 g |
| Eigelbe | 2 |
| Puderzucker | 80 g + etwas zum Bestäuben |
| Vanillezucker | 1 TL |
| Salz | 1 Prise |
Rezept Schritt für Schritt
- Mehl in eine große Schüssel sieben, dann Puderzucker, Vanillezucker und eine Prise Salz hinzufügen, um eine gleichmäßige, homogene Basis zu erhalten.
- Die eiskalte Butter in kleine Würfel schneiden und zu den trockenen Zutaten geben, damit sie im Kontakt mit dem Mehl hart bleibt.
- Mit den Fingern verreiben, bis eine grob-sandige Konsistenz entsteht – wie eine butterige Streusel-Masse, die kaum klebt.
- Eigelbe und Sauerrahm hinzufügen und zügig vermengen, bis die Zutaten zu einem Teig verbunden sind, ohne ihn zu erwärmen.
- Nur so lange kneten, bis sich eine glatte Kugel formen lässt, diese dann für 20–30 Minuten in den Kühlschrank legen, damit die Butter wieder fest wird.
- Den Teig in 3–4 Portionen aufteilen; die wartenden Teile im Kühlen aufbewahren, die erste Portion auf einem Kreis von etwa 3 mm Dicke ausrollen.
- Den Kreis in gleichmäßige Dreiecke schneiden – je gleicher sie sind, desto gleichmäßiger backen sie durch und bekommen eine einheitliche Farbe.
- An der breiteren Basis jedes Dreiecks eine kleine Portion dickes Pflaumenmus oder Kirschkonfitüre platzieren, dabei aufpassen, dass die Füllung nicht an den Seiten herausläuft.
- Jedes Dreieck von der Basis zur Spitze hin aufrollen und dabei leicht andrücken, bis ein hübsches, kleines Hörnchen entsteht.
- Die Hörnchen mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und das Blech anschließend 10 Minuten in den Kühlschrank stellen, damit die Form sich festigt.
- Den Ofen auf 180 °C vorheizen, das Blech einschieben und backen, bis die Hörnchen goldbraun sind – in der Regel 12–16 Minuten, je nach Ofen.
- Das Blech herausnehmen und das Gebäck 20–30 Minuten vollständig auskühlen lassen: Erst dann werden die Hörnchen richtig mürbe und zart.
- Kurz vor dem Servieren großzügig mit Puderzucker bestäuben, sodass ein appetitlicher weißer „Schleier" die Form der Hörnchen hervorhebt.
Tipp für extra mürben Teig: Butter immer kalt halten und zügig arbeiten. Sobald die Masse anfängt weich zu werden, einfach 10 Minuten in den Kühlschrank legen – erst dann weiter ausrollen.
Füllung läuft heraus? Weniger davon verwenden und unbedingt eine wirklich dicke Konfitüre wählen. So bleibt das Innere fruchtig, anstatt auf dem Blech zu karamellisieren.
So wählt man die richtigen Zutaten
Weizenmehl
Normales, trockenes Weizenmehl eignet sich hier am besten – es sollte sich leicht verbinden lassen, ohne einen klebrigen Teig zu bilden. Durch das Sieben entsteht eine feinere Struktur und eine gleichmäßigere Mürbe.
Butter (eiskalt)
Eiskalte Butter ist der entscheidende Schlüssel zum typischen Mürbegebäck-Effekt. Sie verteilt sich in kleinen Stücken im Mehl und sorgt nach dem Backen für eine sandige, zarte Textur. Weiche Butter macht den Teig hingegen schwerer und kompakter.
Dickes Pflaumenmus oder Kirschkonfitüre
Dickflüssiges Pflaumenmus oder Kirschkonfitüre hält beim Backen besser zusammen und bleibt im Inneren des Hörnchens. Zu flüssige Füllungen laufen aus, kleben am Blech fest und können das Gebäck austrocknen lassen.
Sauerrahm 18 %
Sauerrahm verbindet die Zutaten und verleiht dem Teig eine subtile Zartheit, ohne ihn in eine weiche Masse zu verwandeln. Genau abmessen ist wichtig, damit sich der Teig problemlos auf etwa 3 mm ausrollen lässt.
Eigelbe
Eigelbe sorgen für den nötigen Zusammenhalt und geben dem Gebäck nach dem Backen eine wärmere, goldene Farbe. Sie helfen außerdem dabei, einen Teig zu erzeugen, der sich gut aufrollen lässt und nicht reißt.
Puderzucker
Puderzucker verbindet sich wesentlich gleichmäßiger als Kristallzucker und bewahrt die feine, mürbe Struktur des Teigs. Das abschließende Bestäuben bringt eine sofortige Süße auf die ausgekühlte Oberfläche.
Vanillezucker
Schon eine kleine Menge reicht aus: Er aromatisiert den Teig dezent, ohne den Geschmack der Pflaumen- oder Kirschfüllung zu überdecken.
Salz
Eine einzige Prise gleicht die Süße aus und hebt das buttrige Aroma hervor, wodurch die Mürbe noch deutlicher wahrnehmbar wird.
Nährwerte (Schätzung)
| Nährstoff | Pro Portion |
| Eiweiß | 4 g |
| Fett | 12 g |
| Kohlenhydrate | 28 g |
| Energie | 240 kcal |













